Verrückt in der Birne

Veröffentlicht am 6. Mai 2015 um 15:17 Uhr

EntfremdazDer Übersetzer von Google ist großartig. Wenn man mal einen Begriff nicht weiß oder selbst ganze Phrasen nicht versteht, übersetzt dieser Aussagen sinngemäß. Das Ganze ist nicht immer eindeutig zu verstehen, aber mit ein bisschen Geschick und Fantasie ist der Sinn doch irgendwie zu entnehmen.

Die Jungs von Entfremdaz nehmen Hip-Hop-Scheiben der alten Schule, lassen den Text von google übersetzen und rappen den deutschen Text auf. Amüsant und kurzweilig.

Viel Spaß beim Lauschen, Locooooo… ;)

Kann man mit dieser Idee nicht Deutsch- und Englisch-Unterricht verknüpfen, in dem man

  1. englische Titel zunächst übersetzt,
  2. dann in eine lyrische, sich unter Umständen reimende, Variante in Deutsch verfasst, die den Sinn nicht verfälscht, aber dennoch Flow hat
  3. und dann sogar einsingt

Nur eine spontane Idee – Stichwort: Bildungsneuron ;)

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Wikipedia anhören…

Veröffentlicht am 29. April 2015 um 08:47 Uhr

hatnoteHeute mal wieder etwas aus der Rubrik Menschen mit zu viel Zeit

Auf der Seite listen.hatnote.com kann man sich die Veränderungen auf der wikipedia in Echtzeit anhören. Das gibt eine recht nette Hintergrundbeschallung, die keinem Muster folgt, sondern rein zufällig stattfindet. Nach bestimmten Regeln werden unterschiedliche Töne erzeugt:

  • Eine Glocke läutet, wenn einer Seite etwas hinzugefügt wird und eine Saite erklingt, wenn etwas gelöscht wird.
  • Die Tonhöhe hängt mit der Größe der Veränderung zusammen. (Kleine Veränderungen – hoher Ton, große Veränderungen – tiefer Ton)

Außerdem folgt die  Visualisierung auch bestimmten Regeln.

Für den einen oder die andere sicherlich als Hintergrundbschallung geeignet. Obwohl ich dafür eine andere Seite präferiere – dazu aber mal später mehr.

Quelle: Hatnote Listen to Wikipedia

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Kommentare deaktiviert für Wikipedia anhören… | Kategorien: Computer/Software | Digistraction | Menschen mit zu viel Zeit | Web 2.0

Besser als rumsitzen…

Veröffentlicht am 22. April 2015 um 14:45 Uhr

meditation

Keine Angst, ich bin kein Buddhist im heiligen Krieg, der die Menschheit zum Meditieren zwingen will. Es geht viel mehr um ein Bewusstsein für das Nutzen von Zeit.

Sicherlich kennt der eine oder die Andere das Phänomen, dass man sich einfach mal auf die Couch legt und nichts tut – auch wenn der Schreibtisch voll ist, die Küche aussieht wie nach einem Kochduell, das Bad mal wieder einen Wischmopp sehen könnte oder andere Arbeit auf einen wartet. Spontan zieht man sich nur eine Folge der Liebelingsserie rein, aus der dann aber doch eine Ganze Staffel auf DVD oder Netflix wird, das eine Kapitel im Buch endet plötzlich mit den ersten Seiten des zweiten Teils der Romanreihe und aus dem 15-minütigen Powernap werden 2 Stunden Mittagsschlaf. Die Zeit wurde “mal für sich” genutzt und man kann während des Daseins als Tagedieb die harte Realität verdrängen.

Aber sobald sich der Fokus wieder auf diese Realität richtet, kommt es: Das schlechte Gewissen. Die ganze Erholung, das Für-sich-sein, das Gönnen ist plötzlich hinweg. Null und nichtig. Sogar noch mehr: es hat sich durch diese Aktion ein viel schlechteres Gefühl in einem aufgebaut, als es vor der Entspannung gewesen war.

Der Unterschied zwischen der im obigen Sprichwort genannten “Meditation” und dem “Rumsitzen” ist der, dass man die Meditation bewusst erlebt. Sich bewusst dafür entscheidet. Bewusst nichts machen (will (oder eben nicht will)).

Ein weiterer Punkt, der das Meditieren vom Rumsitzen unterscheidet, ist die Planung. In der Regel plant man die Meditation in seinen Alltag ein und hat somit einen anderen (höheren?) Stellenwert, als das auf der Couch lungern. Wenn ich nun aber nicht meditieren kann oder möchte, dann kann ich mir diese Ruhe auch anderweitig holen.

Es gibt Menschen, die Trinken die erste Tasse Kaffee am Tag immer stehend am Fenster. Oder Menschen, die genau eine Sendung am Abend gucken, bevor die Arbeit zu Hause losgeht. Wieder andere gehen morgens eine große Runde mit dem Hund oder treiben schon Sport oder Ähnliches. Im Grunde ist alles möglich, wichtig ist aus meiner Sicht nur die echte Planung des Ganzen und das Begehen des Aktes mit Bewusstsein: Also ganz im Hier und Jetzt sein.

Auf die Effekte des Meditierens kann und will ich hier gar nicht eingehen. Es geht mir hier in diesem Artikel nur darum, Ruhe und Entspannung im Alltag als Ritual zu etablieren, damit sie genossen werden kann. Wenn ich mir diese Pausen nur dann nehme, wenn ich schon gar nicht mehr anders kann und mein Körper sich schon mannigfaltig zur Wehr setzt, ist es a) zu spät und b) hält die Erholung nach der Erholung bleibt nur  kurze Zeit.

Gerade in einem Beruf in denen viele Sozialkontakte zum Alltag gehören, in denen eine Pause in der Regel mit Fachgesprächen und dem Hetzen von einem Raum in den anderen verbunden ist und Stille häufig nicht anzutreffen ist, ist das bewusste Aushalten von Stille von hoher Wichtigkeit, um sich in einen Ruhepol zu begeben, aus dem Energie geschöpft werden kann.

  • Wie schafft Ihr Euch Ruhe in Eurem Alltag?
  • Habt Ihr Rituale zur Ruhe?

 

 

 

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2 Kommentare | Kategorien: Bildung | Lifehacks

Die beste Satire schreibt das Leben – Sonneborn

Veröffentlicht am 17. April 2015 um 20:55 Uhr

Satire, gerade wenn es sich um politische Satire handelt, ist dann gut, wenn man als Zuschauer oder Zuhörer nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Wenn aber ein Satiriker die Satire mal ausnahmsweise nicht selbstgefällig zum Stilmittel erhebt, sich einfach auf den Boden der Tatsachen begibt, einem als Zuschauer kein einziges Lächeln über die Lippen kommt und man sich die Tränen bedächtig aus dem Augenwinkel streicht, dann weiß man, es ist Zeit zu handeln.

Es ist unglaublich! Mir fehlen tatsächlich alle Worte, dieses Geschehen würdigend zu kommentieren.

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Gelesen: Delius – Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus

Veröffentlicht am 1. April 2015 um 18:00 Uhr

Auch bei diesem Buch weiß ich nicht mehr, woher ich diesen Tipp habe. Falls sich jemand erinnert, mir das Buch empfohlen zu haben: Danke!

Ich bin kein Kind, dass mit der Öffnung der Grenze zur DDR und der Vereinigung des gesamten deutschen Staates sehr viel verbindet. Vieles, was ich von der DDR weiß, kenne ich aus der Schule, dem Geschichtsunterricht – also nicht seht viel! Ich war zur Grenzöffnung am Anfang meiner Pubertät und habe alles nur vor dem Fernseher erlebt und ich bin ehrlich, es war für mich recht emotionslos. Mein erwachsenes Umfeld hat sich zu der Zeit sehr darüber gefreut, dass wir wieder zu einem Deutschland werden.

In dem Buch wir mitfühlend beschrieben, wie der DDR-Bürger Paul Gompitz reisen möchte . Er will die DDR nicht für immer verlassen, er findet die DDR und sein Leben dort in Ordnung. Es ist eben seine Heimat. Er möchte nur gerne mal reisen. Am liebsten nach Italien – Syrakus.

So plant er über viele Jahre einen Fluchtversuch, der keine Flucht ist, sondern nur eine hochkomplexe und gefährliche Reise aus dem Heimatland heraus.

Das Buch ist so geschrieben, dass man es selten zur Seite legen möchte. Es ist kurzweilig und man kann das Fernweh des Protagonisten förmlich spüren. Aber wie es auch im echten Leben ist:

Die Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude und die Erzählungen nach dem Geschehen sind in der Regel romantisiert. Das Geschehen als solches geschieht einfach.

Ein schönes Buch über eine Geschichte der neueren deutschen Geschichte.

Subjektive Note: 2+

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0 Kommentare | Kategorien: Konsumiert
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