Videobearbeitung unter GNU/Linux

Veröffentlicht am 9. September 2007 um 12:03 Uhr

Videoschnitt ist immer noch einer der Stiefkinder von GNU/Linux. Auch wenn der Platzhirsch kino ein wirklich gutes Programm ist, welches selbst in einer professionellen Umgebung eingesetzt wird, ist es doch für den “Otto-Normal-Verbraucher” nicht immer logisch strukturiert und verfolgt leider auch eine lineare Editierform, die es wenig intuitiv macht.

Abenteuer

Wenn man aber auch andere Video-Daten außer DV schneiden und verarbeiten wollte, dann musst man teils abenteuerliche Installationen vornehmen (Cinelerra) oder sich in die Thematik des Video de- und encoding tiefer gehend beschäftigen (avidemux). Wer sich als Videokünstler sieht, der hat vielleicht mit VeeJay sein Werkzeug gefunden, um sein Lebenswerk zu vollenden. Für den alltäglichen Gebrauch hat sich aber noch kein Werkzeug auf dem “Markt” etabliert.

Ein Licht am Ende des Horizonts

kdenlive 0.6 ScreenshotAber endlich scheinen die Gebete derer erhört, die für ein nicht-lineares, bedienbares Videobearbeitungswerkzeug gebetet haben. Die aktuelle Version (0.5) von kdenlive lässt auf ein vielversprechendes Programm hoffen. Es macht einen bedienbaren Eindruck und gliedert dich in den KDE Desktop ein. Einfaches drag and drop ermöglicht die Videos zu positionieren und per Kontextmenü fügt man Übergänge und Effekte ein. Egal ob man Video-Anfänger ist oder sich schon zu den Profis zählt, der Exportdialog lässt keine Wünsche offen. Ich habe hier die 0.6er Version installiert und muss gestehen, dass Sie noch nicht stabil läuft, aber dass muss eine Beta auch noch nicht. Leider habe ich gerade kein Projekt, mit dem ich das Programm testen könnte, somit kann ich auch noch nichts über die wirkliche Benutzerfreundlichkeit sagen, aber der Eindruck während des herumspielens ist toll. Ein Vorteil der für das Einarbeiten in kdenlive noch genannt werden muss, ist das schon sehr ausgereifte Handbuch auf Deutsch für das Programm.

Weitere Projekte

Natürlich gibt es noch weitere Projekte, die versuchen das Videoeditieren auf den GNU/Linux-Desktop zu bringen. Hier eine Auswahl:

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