Religionsunterricht ist Betrug – Cognitiones Publicae

Veröffentlicht am 25. März 2009 um 19:58 Uhr

Ist es nicht schwierig etwas zu behaupten, für das es keine Beweise gibt?
Ich finde: Ja!

Aber macht das nicht eine Religion aus?
Ich finde: Ja!

Kann man somit behaupten Religionen seien Betrug?
Ich finde: Nein!

Immerhin geht es um Glauben und nicht um Wissen.

Religionen bestimmen das Leben vieler Menschen auf diesem Planeten. Und damit sind nicht nur die monotheistischen Religionen gemeint, die auf einem Schöpfergott beruhen, sondern auch Religionen, die mit einer Masse an Göttern (Hinduismus) und ganz ohne Götter (Buddhismus) auskommen. Sie sind zu sehr lebensbestimmend, als das sie von Schule vernachlässigt werden sollten. Auch wenn die Atheisten jetzt nicht nur in England, sondern auch in Deutschland antreten, einen Kreuzzug gegen die Religionen zu führen, kann und darf man den Einfluss der Religionen nicht leugnen. Gerade in Mitteleuropa, wo die Religionen durch Zu- und Auswanderer aufeinander treffen und die Kulturen durch die Religionen geprägt sind, ist ein Religionsunterricht unausweichlich für ein für friedliches Zusammenleben. Durch die Auseinandersetzung mit den “anderen” Gepflogenheiten, Riten und Vorstellungen der Welt, kann Verständnis und Empathie erreicht werden.

Ich bitte aber darum, meine Definition von Religionsunterricht nicht als Glaubensvermittlung zu verstehen, sondern als einen interreligiösen Diskurs, der Platz für Diskussionen und alle Weltvorstellungen hat.

Kommentar zu: Religionsunterricht ist Betrug – Cognitiones Publicae

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Kategorien: Bildung | Weltanschauung |

3 Reaktionen zu “Religionsunterricht ist Betrug – Cognitiones Publicae”


  1. Stimmt alles solange man die vielen (und ich hatte eine davon) Religionslehrer/innen außer acht lässt, die Religion in ihrem Unterricht als Tatsache und die Bibel als Tatsachenbericht verkaufen.


  2. Jau, wie gesagt, ich finde es sollte ein Diskurs der Religionen sein und keine Vermittlung von -vielleicht vermeintlichen- Tatsachen.

  3. Herr Dick schrieb am 26. März 2009 um 23:47 Uhr:

    Übrigens: Es ist total einfach, etwas zu behaupten, für das es keine Beweise gibt! Das Problem ist ja, dass es einfach so geglaubt wird. Und das hat gar nichts mit Religion zu tun.
    Ich könnte zum Beipiel behaupten, dass das Universum unendlich ist. Oder auch, dass es endlich ist. Oder dass die Ozonschicht immer nur über der Antarktis gefährlich dünn ist. Oder eben nicht. Oder dass ein suburbanes Vehikel unnütz Kohlendioxid ausstößt. Oder dass es umweltfreundlich weil modern ist. Oder dass regelmäßiges Rotwein trinken Herzkreislauferkrankungen vorbeugt. Oder dass es tötet, weil man Alkoholiker wird. Oder oder oder.
    Mit den echten Fakten beschäftigt sich doch ohnehin nur der Wissenschaftler.
    Entscheidend ist wohl, was man glauben will.
    Nichts gegen die Spaßvögel aus England, aber das ist doch Quatsch, was die machen!
    Ich selbst würde bitte gern Atheist bleiben. Erspart mir solche Peinlichkeiten, die nur dazu führen, dass man sich auch noch rechtfertigen muss.
    M

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