Jeder ist gut, in dem was er kann!

Nein, ich mag den Humor von Herrn Dr. Hirschhausen nicht! Ich finde ihn als Komödiant eher unter durchschnittlich und als Moderator auf einer ähnlichen Stufe. Aber eines muss man ihm lassen. Wenn er Recht hat, dann hat er Recht – und das auch noch so schön erklärt. Vorhang auf für das Pinguin-Prinzip:

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Gelesen: Lernen und Gehirn – Ralf Caspary

Ein kleines Taschenbuch, was es in sich hat. Es beinhaltet zehn Aufsätze von Neurowissenschaftlern, die ihr Fachgebiet in die Schule bringen wollen.

Ein einfaches Prinzip

Der Ansatz ist eigentlich einfach. Wenn ein Mechaniker nicht weiß, wie ein Motor funktioniert, dann wird er auch nicht in der Lage sein, ein KFZ zu reparieren oder aufzubessern. Wenn man dieses Beispiel in die Schule transferiert, dann sollte ein Lehrer wissen, wie das Gehirn funktioniert, damit die SuS etwas lernen, weiß er dieses nicht, dann kann er den Unterricht auch nicht effizient vorbereiten.

Nun ist es aber bei einem Motor einfacher, diesen zu verstehen. Im Zweifel kann ich diesen zerlegen, wieder zusammensetzen und versuchen, ihn dadurch zu verstehen. Beim Gehirn wird das schon wieder schwieriger. Man kann es zwar nach dem Tode anschneiden, aber lernen tut man dabei über die Funktionsweise nicht allzu viel.

Ob das alles so stimmt…

Auch wenn sich viele Neurowissenschaftler mittlerweile einig sind, wie das Gehirn lernt, bleibt ein bitterer Beigeschmack. Denn es handelt sich bei den Theorien um Modelle. Diese können zwar durch moderne Messtechniken unterstützt werden, aber sicher kann man sich nie sein.

Was hat das Buch gebracht

Dennoch hat das Buch viele Denkanstöße geliefert, die es sich lohnt zu verfolgen. Natürlich sind keine Rezepte enthalten, nach denen man den Unterricht abhalten muss und dann klappt alles. Denken und umsetzen muss man schon selbst. 🙂

Auch wenn unser „Motor“ nicht gänzlich entschlüsselt ist, hilft es ungemein, sich die Theorien über die Funktionsweise anzueignen, um sich selbst ein Bild zu machen und die Theorien in der Praxis bestätigt zu sehen … oder eben nicht.

Subjektive Note: 2+

Norm Green ist tot

Ich habe gestern erst erfahren, dass Norm Green nach langer Krankheit am 7.10.2009 verstorben ist.

Norm Green

Er war einer  der Vorreiter des Kooperativen Lernens aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Immer wieder hat er Schulungen zusammen mit der GEW in Deutschland gehalten, um Kolleginnen und Kollegen darin zu schulen,  das Lernen in der Schule erfolgreicher zu machen.

Beziehung

Persönlich durfte ich ihn nicht kennen lernen und gelesen habe ich von ihm auch nur ein Vorwort in dem Buch Erfolgreich unterrichten durch Kooperatives Lernen. Strategien zur Schüleraktivierung. Band 1. Wenn ich mit dem Referendariat durch bin, werde ich mir sicherlich ein bisschen etwas von ihm zu Gemüte führen, vorher werde ich wohl keine Zeit dazu finden.

Kooperatives Lernen

Ich bin ein großer Verfechter des Kooperativen Lernens, weil es ein Konzept für Unterricht ist, welches Schülerinnen und Schüler aktiviert, die Lehrerzentrierung heraus nimmt und eine große Methodenvielfalt bietet.

Vielleicht schreibe ich mal ein paar Zeilen zum Kooperativen Lernen, wenn ich a) die Zeit finde und b) es erwünscht ist.

Beileid

Ich möchte an dieser Stelle den Angehörigen und Freunden von Norm Green mein Beileid aussprechen und wünsche ihnen viel Kraft im Umgang mit dem Verlust.

via: http://blog.kooperatives-lernen.de/

Dienstfreie Zeit

So wie sich das gehört, wird der Beamte in seiner dienstfreien Zeit (aka Ferien) krank. Gleich am Montag wachte ich mit Halsweh auf und startete mit erhöhter Temperatur in den Tag. Dennoch muss einiges an Arbeit geschafft werden, was die letzten Wochen liegen geblieben ist. Damit ich nichts vergesse, habe ich alles fein säuberlich bei rememberthemilk notiert und kann mich nun durch den Wust graben.

Unterrichte müssen reflektiert, Mappen aufgeräumt und neue Einheiten geplant werden. Dabei ist nicht nur der „normale“ Unterricht im Blick, sondern auch die anstehende zweite Hausarbeit in Körperpflege. Fachliches Thema wird hier ganz grob „Bärte“ sein, welches durch kooperative und selbstorganisierte Lernformen unterrichtet werden soll.1

Die letzte Hausarbeit zum Thema „Poetry Slam“ war ein voller Erfolg und herhöht weiter den Leistungsdruck.

Ich gebe nach wie vor mein Bestes und lasse die Anderen benoten.

  1. Wobei das Wort unterrichten im Fall vom SOL (Selbst Organisiertes Lernen) aus der Sicht der Lehrkraft nicht den Nagel auf den Kopf trifft. []

Qualmen ist gut fürs Hirn!

OMG! Wenn das meine Schüler und Schülerinnen spitzbekommen, dann fehlt einem ja fast jegliche Argumentation gegen das Rauchen. Mhm, jetzt weiß ich auch, warum ich solange für mein Studium brauchte. Ich habe ja mittendrinn mit dem Rauchen aufgehört…

Telepolis mnews: Nikotin verbessert kognitive Leistungen